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Agaricus muscarius
Amanita muscaria Fliegenpilz
Beschreibung:
Der Hut und der Stiel dieses Pilzes sind anfangs von einer gemeinsamen, eiförmigen, weißen Hülle umgeben, diese reißt später in der Mitte ringförmig auf und verbleibt die untere Hälfte als schuppiger Rand um die Knolle des Stiels, während die obere sich in dicke, fleischighäutige Rudimente zerteilt, die als Warzen auf der Hutoberfläche erhalten bleiben.
Der Stiel, 12 bis 15, ja 20 Zentimeter hoch werden, ist unten, soweit er in der Erde steckt, knollig verdickt, der oberirdische Teil ist dick, schneeweiß, anfangs mit flockig lockerem Marke erfüllt, zuletzt hohl, unterhalb des Hutes trägt er einen schlaffen, weißen, beweglichen Ring.
Der 8 bis 30 Zentimeter im Durchmesser erreichende Hut ist ausgebreitet gewölbt, am Rande sehr fein und dicht kerbig, blutrot oder mehr orangefarben, glatt, mit ziemlich klebriger, sich häutig abschälender Oberhaut, auf welch´ letzter sich mehr oder minder zahlreich unregelmäßig geformte, fleischighäutige, weiße Warzen zerstreut finden. Die die Unterseite des Hutes einnehmenden Blätter oder Lamellen sind reinweiß, fein, ziemlich dichtstehend und ungleich lang, die längsten berühren noch den Stiel und bemerkt man an letzterem sogar noch feine herablaufende Streifen. Auf den Lamellen sitzen oberflächlich die Sporenträger oder Basidien auf, deren jeder vier weiße Sporen trägt. Das Fleisch des Hutes ist von gelblicher Farbe.

Verbreitung:
Über fast über die ganze nördliche und nördlich gemäßigte Zone unserer Erde ist dieser Pilz verbreitet, in Europa und Sibirien ist er besonders häufig, namentlich in etwas schattigen Laubwäldern.
Verwendung in der Homöopathie
Erstprüfung:
Hahnemann, S. Fliegenpilz. ACS 9(1830), 1, 173-186.
Hahnemann, S. Die chronischen Krankheiten. Bd. II. 2. Aufl. Dresden u. Leipzig 1835, S. 1-32.
Verwendete Ausgangsstoffe: Vorsichtig getrockneter Pilz
[Hahnemann, S. Fliegenpilz. ACS 9(1830), 1, 173.] Frischer oder vorsichtig getrockneter Pilz
[Hahnemann, S. Die chronischen Krankheiten. Bd. II. 2. Aufl. Dresden u. Leipzig 1835, S. 1.]

Wirkungsdauer: 7-8 Wochen, in großen Gaben
[Hartlaub, C.G.C. u. C.F. Trinks. Reine Arzneimittellehre. Bd. III. Leipzig 1831, S. 174.]
Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de
Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband II. Dresden 1893, Tafel 10.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae Agaricus /
verfasst von Peter Minder. Glees, 2008, S. 5
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I. Dresden 1893, S. 26-27.
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